BioDiversum Max Planck Campus am Fassberg, Göttingen

BioDiversum Max Planck Campus am Fassberg, Göttingen

Auf Initiative des bekannten Ornithologen und Naturschützers Peter Bertold wurde 2019 der Plan geschmiedet, das Institutsgelände am Faßberg-Campus des Max-Planck-Institutes für Multidiziplinäre Naturwissenschaften naturnah umzugestalten. Entstanden ist ein vielfältiges Biotop – ein auf die Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen zugeschnittener Lebensraum: das BioDiversum. Die Herleitung der Maßnahmen erfolgte nach einer Biotopkartierung und Bestandserfassung ausgewählter Tiergruppen wie Schmetterlinge und Heuschrecken, Wildbienen, Vögel und Fledermäuse.

Da im Umfeld des Institutsgeländes keine Feuchtbiotope vorhanden sind, wurde ein etwa 900 Quadratmeter großer Teich auf einer Brachfläche am nördlichen Ende des Grundstücks angelegt. Weitere Bausteine sind die Extensivierung der intensiv bewirtschafteten Rasenflächen zugunsten von Blühwiesen, die Anlage von Wildstaudenpflanzungen und das Anbringen mehrerer Hundert Nistkästen.

Das Projekt BioDiversum zeigt nicht nur eine Umsetzung aus ökologischer Sicht sinnvolle Maßnahmen, es verfolgt ebenso eine wissenschaftliche und pädagogische Dimension. Das Forschungsinstitut sieht eine langfristig ausgelegte wissenschaftliche Begleitung vor. Die seit 2021 durchgeführten faunistischen Untersuchungen zeigen bereits eine deutlich zugenommene Diversität an Tierarten. Das Gelände ist öffentlich zugänglich und klärt über wichtige Zusammenhänge und getroffene Maßnahmen auf.

Standort: Göttingen, Max-Planck-Campus am Fassberg
Auftraggeberin: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., München
Größe: ca. 15 ha

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